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Raumkühlung mit Schwerkraftkühlung

Außergewöhnliche Nutzerzufriedenheit ohne Klagen über die sonst häufig auftretenden unangenehmen Nebenerscheinungen wie Geräusche und Zugluft werden mit Kühlsystemen, die auf konvektiver Kühlung beruhen, erzielt.

Die konvektive Kühlung, auch "stille Kühlung" genannt, beruht auf dem Dichteunterschied zwischen warmer und kalter Luft. An mit Kühlwasser durchströmten Konvektoren, die in Hohlwänden, hinter Einbaumöbeln, in Zwischendecken etc. eingebaut werden können, kühlt sich die warme Raumluft ab und bildet im Bereich des Fußbodens einen "Kühlluftsee" von ca. 20 bis 22°C. An Wärmequellen wie z. B. PC und Personen wird diese gekühlte Luft durch Erwärmung und dem erzeugten Auftrieb "angesaugt". Somit entsteht ein natürlicher Kreislauf im Raum. Je mehr die Raumtemperatur ansteigt, desto größer der Dichteunterschied und damit die Luftumwälzung im Raum. Diese Systeme regeln sich praktisch von alleine.

Durch die sehr geringen Luftgeschwindigkeiten ohne Ventilation werden die hohen Nutzerzufriedenheiten erreicht. Andererseits bietet dieses System eine erhebliche Leistungsreserve, sobald die üblichen Kühlwassertemperaturen von 15-17°C um einige Grad abgesenkt werden. Dies ist möglich, weil das anfallende Kondensat gezielt abgeführt wird.

So ist diese Technik z. B. in Oldenburg in einer namhaften Buchhandlung angewendet worden. Dort ist diese Kühlung seit Mai 1999 in Betrieb. Bei einer inneren offenen Gebäudehöhe von ca. 15 m wurden bei hohen Außentemperaturen innerhalb des Gebäudes die vorherberechneten Temperaturen eingehalten, bei einem maximalen Temperaturunterschied von ca. 2 K zwischen dem Untergeschoss und dem obersten Geschoss. Und das alles ohne mechanische Be- und Entlüftungsanlage. Anwendbar ist diese Technik immer dann, wenn nicht aus anderen Gründen ein hoher Luftwechsel notwendig ist.

Bei Einbau einer Klimaanlage wäre ca. das 300-fache Bauvolumen für die Zentrale und die Verlegung von Luftkanälen erforderlich gewesen. Darüber hinaus spart diese "stille Kühlung" erheblich an Energie, da dieses System selbstregelnd ist und tatsächlich nur so viel Kühlleistung eingebracht wird, wie erforderlich. Ein Unterkühlen der Räumlichkeiten ist ausgeschlossen. Der Wartungsaufwand ist minimal, die Luftkühler werden lediglich mit dem Staubsauger gereinigt, Luftfilter sind nicht erforderlich.

Oldenburg, November 2006
(Klaus-Gerd Klusmann)

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